Mit dem Förderprogramm „Kriminalprävention durch Einbruchsicherung“ – die Zuständigkeit für das Förderprogramm liegt beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) – reagiert die Politik auf die stetig weiter steigenden Einbruchszahlen. Die nun mögliche Förderung ist nicht mehr an andere Umbaumaßnahmen gekoppelt.Am 21. Mai 2015 hat der Haushaltsauschuss des Bundestages für das laufende und die beiden kommenden Jahre beschlossen, den Einbruchschutz in Wohnungen und Häusern finanziell zu unterstützen. Um den Schutz vor Einbrüchen zu erhöhen, werden jeweils 10 Millionen Euro bereitgestellt, die ab Herbst über die staatliche KfW Bank abgewickelt werden.

Informationen zum neuen Förderprogramm

Neben der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen werden durch die KfW-Bank nun auch Investitionen in den Einbruchschutz von mindestens 2.000 € bis maximal 15.000 € gefördert. Der Fördersatz beträgt 10%. Somit liegt der Zuschuss zwischen 200 € bis 1.500 €.

Wenn Sie Interesse an der Förderung haben und genau wissen möchten, wie Sie den Antrag stellen müssen, dann wenden Sie sich bitte direkt an die KfW Bank unter der kostenfreien Servicenummer: 0800 539 9002 oder lesen Sie weiter:

KfW-Förderung / Maßnahmen zum Einbruchschutz

Zur Beginn Ihrer Einbruchschutzmaßnahme können Sie eine Polizeiliche Beratungsstelle aufsuchen und Ihr individuelles Vorhaben besprechen. Unter: Beratungsstellen der Polizei finden Sie bestimmt auch eine in Ihrer Nähe.

Mit oder ohne den Rat der Polizei benötigen Sie im zweiten Schritt ein Angebot einer Fachfirma, die den Einbau vornimmt. Bei Eigenleistungen werden nur die Materialkosten gefördert. Sie unter: Förderfähige Investitionsmaßnahmen

Wer oder Was im Einzelnen gefördert wird erfahren Sie unter der Rubrik „Was fördern wir?“ bzw. „Wen fördern wir?“ auf: KfW-Zuschuss 455

Mit einem Angebot / Kostenvoranschlag können Sie den Investitionszuschuss (455) beantragen. Das dafür nötige Formular finden Sie unter: Antrag

Den ausgefüllten Antrag senden Sie zusammen mit dem Kostenvoranschlag unbedingt vor Beginn der Ausführung direkt an:

KfW
Niederlassung Berlin
10865 Berlin

Sobald Sie die Zusage erhalten haben, können Sie mit der Umsetzung Ihrer Einbruchschutzmaßnahme beginnen. Mit der Zusage, erfahren Sie auch, wie Sie nach Abschluss des Projektes die Fördersumme erhalten.

Beachtung sollten Sie noch dem Merkblatt „Allgemeine Bestimmungen für Investitionszuschüsse“ schenken, das Sie hier unter KfW-Allgemeine Bestimmungen finden.

Förderbedingungen der KFW-Bank

Was wird gefördert?

Die KFW-Bank fördert Modernisierungsmaßnahmen, mit denen Sie Barrieren reduzieren, Ihren Wohnkomfort erhöhen oder in Einbruchschutzmaßnahmen investieren. Dazu gehören:

Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz

  • Einbau einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren nach DIN EN 1627 oder besser
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Haus- und Wohnungseingangstüren (z. B. Türzusatzschlösser, Querriegelschlösser mit/ohne Sperrbügel)
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster (z. B. aufschraubbare Fensterstangenschlösser, drehgehemmte Fenstergriffe, Bandseitensicherungen, Pilzkopfverriegelungen)
  • Einbau einbruchhemmender Gitter und Rollläden
  • Einbau von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen (z. B. Kamerasysteme, Panikschalter, Personenerkennung an Haus- und Wohnungstüren, intelligente Türschlösser)
  • Einbau von Türspionen
  • Baugebundene Assistenzsysteme (z. B. (Bild-)Gegensprechanlagen, Bewegungsmelder, Beleuchtung, baugebundene Not- und Rufsysteme)

Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung

Diese Maßnahmen können Sie auch miteinander kombinieren:

  1. Wege zu Gebäuden und Wohnumfeldmaßnahmen
    • Wege zu Gebäuden, Garagen, Sitz- und Spielplätzen sowie zu Entsorgungseinrichtungen
    • Umbau und Schaffung von altersgerechten Kfz-Stellplätzen sowie deren Überdachung
    • Umbau und Schaffung oder Überdachung von Abstellplätzen für Kinderwagen, Rollatoren/Rollstühle und Fahrräder
    • sonstige Wohnumfeldmaßnahmen in bestehenden Gebäuden ab 3 Wohneinheiten
  2. Eingangsbereich und Wohnungszugang
    • Abbau von Barrieren im Hauseingangsbereich und bei Wohnungszugängen
    • Schaffung von mehr Bewegungsfläche
    • Wetterschutzmaßnahmen wie Überdachungen
  3. Überwindung von Treppen und Stufen
    • Einbau, Nachrüstung oder Verbesserung von Aufzugsanlagen
    • Treppenlifte
    • barrierereduzierende Umgestaltung von Treppenanlagen
    • Rampen zur Überwindung von Barrieren
  4. Umgestaltung der Raumaufteilung und Schwellenabbau
    • Änderung des Raumzuschnitts von Wohn- und Schlafräumen, Fluren oder Küchen
    • Verbreiterung von Türdurchgängen mit Einbau neuer Innentüren
    • Schwellenabbau
    • Erschließung oder Schaffung von Terrassen, Loggien oder Balkonen
  5. Badumbau
    • Änderung der Raumaufteilung des Bades
    • Schaffung bodengleicher Duschplätze einschließlich Dusch(-klapp)sitze
    • Modernisierung von Sanitärobjekten (WC, Bidets, Waschbecken und Badewannen)
  6. Sicherheit, Orientierung, Kommunikation
    • Altersgerechte Assistenzsysteme (z. B. für Bedienungs- und Antriebssysteme für Türen, Rollläden, Fenster, Beleuchtung, Heizung)
    • Modernisierung von Bedienelementen
    • Einbau von Stütz- und Haltesystemen einschließlich Maßnahmen zur Nachrüstung
    • Maßnahmen zur Verbesserung der Orientierung und Kommunikation wie zum Beispiel Beleuchtung, Gegensprech- oder Briefkastenanlagen
  7. Schaffung von Gemeinschaftsräumen, Mehrgenerationenwohnen
    • Umgestaltung von bestehenden Flächen zu Gemeinschaftsräumen oder Schaffung von Gemeinschaftsräumen

Alle Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz und zur Barrierereduzierung können kombiniert werden und müssen den technischen Mindestanforderungen entsprechen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt und den Anlagen zum Merkblatt „Technische Mindestanforderungen“ und „Liste der förderfähigen Maßnahmen“.

Umbaumaßnahmen zum Standard Altersgerechtes Haus

Die KFW-Bank fördert barrierearme Umbaumaßnahmen in Wohnungen und Wohngebäuden, mit denen Sie den Standard Altersgerechtes Haus erreichen.

Umwidmung von Nicht-Wohngebäuden

Auch der barrierearme Umbau von beheizten Nicht-Wohnflächen (zum Beispiel Gewerbeflächen) zu Wohnflächen ist förderbar.

Kauf von barrierearm saniertem Wohnraum

Beim Ersterwerb von barrierearm modernisiertem Wohnraum können die Kosten der barrierereduzierenden Umbaumaßnahmen gefördert werden, wenn diese im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen sind.

Dieses Förderprodukt kommt nicht in Frage für:

  • Ferienhäuser und -wohnungen, Boardinghäuser als Beherbergungsbetrieb
  • gewerblich genutzte Flächen/Gebäude
  • Pflege- und Altenwohnheime (siehe auch Merkblatt)
  • Umschuldungen bestehender Darlehen
  • Nachfinanzierungen bereits begonnener oder abgeschlossener Vorhaben

Hier finden Sie weitere Informationen: -> zur KFW-Bank

Wer wird gefördert?

Die KFW-Bank fördert Sie – unabhängig von Ihrem Alter – wenn Sie

  • Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses mit maximal 2 Wohneinheiten oder einer Wohnung,
  • Ersterwerber eines sanierten Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer sanierten Wohnung,
  • eine Wohnungseigentümergemeinschaft aus Privatpersonen
    oder
  • Mieter (mit Zustimmung des Vermieters zu den Umbaumaßnahmen)

sind.

Hier finden Sie weitere Informationen: -> zur KFW-Bank

Bitte beachten Sie, dass eine Förderung nur entsprechend der geltenden Förderbedingungen der KFW-Bank möglich ist. Die Firma PKV-Sicherheit GbR gibt keinerlei Versprechen oder Zusagen bezüglich einer Förderung für die Nachrüstung. Eine entsprechende fristgerechte Antragstellung für förderfähige Baumaßnahmen müssen Sie selbst vornehmen. Derartige Beantragungen sind in keinster Weise Bestandteil einer Bestellung im Onlineshop.

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